Bachgeflüster
Masterthesis

Die Masterthesis untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Stadtbachöffnung in der Landeshauptstadt. Sie legt einen Entwurf vor, wie der westliche Stadtgrabenbach rund um Herzogspitalstraße, die Herzog-Weilhelm-Strate und die Josephspitalstraße wieder an die Oberfläche geholt werden könnte.

Hierbei wird aufgezeigt, welches enorme Potenziale diese öffnung für die Münchener Innenstadt hätte: Lebendige Naherholung für alle, mitten im Zentrum. Sich hier aufzuhalten, ist angenehm und erholsam. Die neugestalteten Bachufer macht die Münchner Stadtgeschichte rund um ihre vielen Bäche erlebbar. Fußgänger als wichtigste Nutzer – und motorisierte Fahrzeuge als nachgeordnete.

Der Entwurf „Bachgeflüster“ setzt darauf, dass große Teile der Verkehrsflächen und Flächen des ruhenden Verkehrs entfallen. So wird im nördlichen Bereich des Plangebietes die Verkehrsfläche der Herzog-Wilhelm-Straße vollständig entfernt. Die Herzogspitalstraße wiederum wird verjüngt und bleibt als Einbahnstraße bestehen. Lieferverkehr für den Einzelhandel wird somit berücksichtigt und ermöglicht, ebenso die Anfahrt von Müll- und Rettungsfahrzeugen. Die Josephspitalstraße erschließ zukünftig mit zwei Fahrspuren die neu entstehenden Paternosteraufzüge für die weiterhin bestehende Tiefgarage.

Im südlichen Teil werden die Verkehrsflächen der Herzog-Wilhelm-Straße stark reduziert. Aufgrund der bestehenden Tiefgaragenzufahrten ist ein vollständiger Rückbau allerdings nicht vorgesehen. Hier soll nach dem Vorbild der Mariahilferstraße in Wien, eine Begegnungszone mit Zufahrtsbeschränkung für den MIV (motorisierter Individualverkehr) entstehen.